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Gedankenfreiraum - Alle Beiträge


Es ist etwas anderes, selbst Angst zu kennen.
Und es ist nochmals etwas völlig anderes, nachts um halb drei eine Nachricht zu bekommen von einem Menschen, der gerade mitten in einer schweren Angstphase steckt und nicht mehr weiss, wie er da herauskommen soll. Eine ehemalige Schulkameradin schrieb mir. Die eigentliche Panikattacke war schon vorbei. Aber das danach blieb. Dieses nicht endende Zittern im Inneren. Diese völlige Erschöpfung. Diese Angst, sterben zu müssen. Diese Verzweiflung. Und obwohl ihr Mann zu Hause war.
Katja
27. Mai2 Min. Lesezeit
Gestern war klein. Und gleichzeitig riesengross.
Für viele Menschen wäre es vermutlich einfach nur ein Termin gewesen. Nichts Besonderes. Nichts, worüber man später noch lange nachdenkt. Für mich war es etwas anderes. Ich bin gestern alleine zu einem Termin gegangen/gefahren - und allein dieser Gedanke hat mir im Vorfeld doppelt Angst gemacht. Nicht nur dieses typische Unwohlsein oder Nervosität. Sondern diese lähmende, körperliche Angst, die Menschen mit einer Angsterkrankung kennen. Dieses Gefühl, als könnte etwas Schlimm
Katja
12. Mai2 Min. Lesezeit


Unterwegs im Nichts
Leo, ein Bus und ein sehr echter erster Versuch Der Bus ist noch nicht ausgebaut. Eigentlich ist da noch vieles offen, vieles geplant, vieles verschoben worden, weil immer wieder etwas dazwischenkommt. Und trotzdem: Die Matratze ist drin. Mehr braucht es manchmal nicht für den Anfang. Also habe ich Leo geschnappt, ihn in den Bus gesetzt - und wir sind einfach losgefahren. Die ersten ein, zwei Minuten fand er das nicht so toll. Dieses leichte Unbehagen, dieses „Was passiert hi
Katja
10. Mai3 Min. Lesezeit


Darf ich mich so sehen lassen?
Manchmal denke ich, meine Vergangenheit sitzt noch immer leise neben mir. Wie ein Schatten, der mir ins Ohr flüstert, sobald schöne Worte fallen. Ich habe schon einmal darüber geschrieben, wie schwer es mir fällt, Komplimente anzunehmen. Wie sie an mir abprallen, als wären sie für jemand anderen bestimmt. Als hätte man sich im Namen geirrt. Und nun ist da jemand, der mich ansieht, mich beschreibt, mich meint. Ehrlich. Warm. Ohne Zögern. Und ich stehe dazwischen - zwischen dem
meingedankenfreira
21. Apr.1 Min. Lesezeit


Ich versuche zu verstehen...
Ich versuche, es zu verstehen - wirklich. Ich mag Diskussionen. Ich mag es, wenn jemand eine andere Meinung hat als ich. Für mich ist das nichts Bedrohliches, sondern etwas Wertvolles. Es erweitert meinen Blick, bringt mich zum Nachdenken, lässt mich wachsen. Ich habe nie das Bedürfnis, „zu gewinnen“. Ich will verstehen. Und genau deshalb bringt mich diese eine Situation so aus dem Gleichgewicht. Mit dir ist es anders. Sobald ich eine andere Sichtweise äussere, habe ich das G
meingedankenfreira
10. Apr.2 Min. Lesezeit


Ich komme zuerst - mit Leo an meiner Seite
Es gibt Momente im Leben, da spürt man, dass eine Veränderung unausweichlich ist. Heute sitze ich in der Schiebetür des Buses, die Sonne wärmt mein Gesicht, und im Gras sitzt Leo, mein treuer Kater, als wüsste er genau, dass etwas in mir gerade erwacht. Ein kleines, aber tiefes Erwachen: Ich komme zuerst. Ich bin wieder bei mir. Die letzten Monate - nein, die letzten Jahre - haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, dass ich auf mich achte, bevor ich für andere lebe. Es ist kein
Katja
2. Apr.2 Min. Lesezeit


Irgendwie spannend
Ich finde es gerade selbst ein bisschen spannend, wenn ich ehrlich bin. Mein ganzes Leben lang konnte ich irgendwie besser mit Männern. Gespräche waren direkter, klarer, oft auch einfacher. Das heisst aber nicht, dass ich Frauen gegenüber jemals abgeneigt war - im Gegenteil. Ich traf einige grossartige Frauen in meinem Leben. Nur… Männer waren für mich immer ein Stück weit interessanter. Anders. Anziehender. Und seit ein paar Jahren passiert etwas, das ich so nicht erwartet h
meingedankenfreira
25. März2 Min. Lesezeit


Option vs. Wahl
Ich habe in letzter Zeit viel darüber nachgedacht, wie ich meine Zeit und meine Beziehungen gestalte. Mir ist klar geworden, dass ich oft in Situationen war, wo ich eher eine Option war als eine Wahl. Nicht absichtlich, nicht aus Bosheit - einfach, weil ich zugelassen habe, dass es so läuft. Und ich merke, dass ich das ändern möchte. Ich will Menschen in meinem Leben, die mich bewusst wählen, die mich wollen, weil ich sie wirklich interessiere. Nicht weil es gerade passt, nic
Katja
22. März1 Min. Lesezeit


Manchmal lächelst du, während dein Herz still weint.
Manchmal gibt es diese Momente, in denen dir plötzlich bewusst wird, wie oft du schon geschwiegen hast. Nicht, weil du nichts zu sagen hattest - sondern weil du wusstest, dass es einfacher ist, den Frieden zu wahren. Weil du weisst, dass du abhängig bist. Weil du weisst, dass ein falsches Wort alles noch schwerer machen könnte. Und dann sitzt du da, ganz ruhig nach aussen. Du lächelst, nickst, funktionierst. So wie immer. Aber innen fühlt es sich ganz anders an. Innen ist da
meingedankenfreira
9. März1 Min. Lesezeit


Träume
Mitten in der Nacht wache ich auf. Nicht einfach so, sondern weil etwas in mir Alarm schlägt. Mein Körper kennt dieses Gefühl zu gut. Diese alte, schwere Angst, die plötzlich wieder da ist, als hätte jemand eine Tür zur Vergangenheit geöffnet. Ich spüre sie in der Brust, im Hals, im Kopf. Mein Herz schlägt schneller und meine Gedanken beginnen zu kreisen. Immer schneller. Immer weiter. Es ist diese Angst vor der Angst, die mich schon so lange begleitet. Die Angst davor, dass
Katja
8. März3 Min. Lesezeit


Zwischen Abschied und Neugier
Es hat sich in letzter Zeit einiges verändert. Eigentlich hat es schon länger nicht mehr ganz gestimmt – so ein leises Gefühl im Hintergrund, das man eine Weile ignorieren kann, aber irgendwann nicht mehr. Dann kam noch dazu, dass sich in meinem privaten Umfeld wahrscheinlich etwas verändern wird. Und irgendwie hat mir das viel von meinem Elan genommen. Auch von der Freude am LineDance. Dabei hat mir das Tanzen so viel gegeben. Ich bin rausgekommen. Ich hatte ein soziales Um
Katja
6. März2 Min. Lesezeit
Überleben, spüren, leben – eine leise Betrachtung
Wenn man sie erlebt, merkt man schnell: Sie hört wirklich zu. Nicht dieses oberflächliche Nicken. Sondern dieses stille, aufmerksame Zuhören, bei dem der andere plötzlich merkt: Ich werde gesehen. Was man nicht sofort sieht: Sie hat früh gelernt, Stimmungen zu lesen. Gesichter. Zwischentöne. Unausgesprochene Spannungen. Als Kind war das kein Talent. Es war Überlebensstrategie. Sie wusste oft nicht, wann Wärme kommt und wann Kälte. Ob sie richtig ist oder zu viel. Ob sie stolz
meingedankenfreira
23. Feb.2 Min. Lesezeit


Hier stehe ich
In mir lebt dieses kleine Mädchen. Dieses Mädchen, das nie wirklich Mädchen sein durfte. Das zu früh stark war. Zu früh vernünftig. Zu früh verantwortlich für Gefühle, die eigentlich nicht ihre waren. Sie kann sich über die kleinsten Dinge freuen. Über Sonne im Gesicht. Über ein ehrliches Lachen. Über dieses eine Gefühl, wenn jemand sie wirklich sieht. Sie würde am liebsten jeden Tag staunen, vertrauen, lieben – ohne Sicherheitsnetz, ohne Exit-Strategie. Und dann bin da ich.
Katja
22. Feb.2 Min. Lesezeit


Zwischen Wellen und Funken
Es war eine Woche voller Wellen. Einerseits Sorgen, kleine Schreckmomente, Momente, die mich kurz innehalten liessen, und andererseits so viel Lachen, dass es sich fast wie eine Gegenkraft zu all der Schwere anfühlte. Es war, als hätte das Leben mir in den letzten Tagen gezeigt, wie nah Freude und Unsicherheit beieinander liegen – wie zwei Seiten derselben Medaille, die sich ständig drehen. Besonders eine Situation hat mich aus meiner gewohnten Komfortzone gerissen. Eine Situ
meingedankenfreira
22. Feb.2 Min. Lesezeit


Mützenzeit – oder kleine Momente der Ruhe
Manchmal fangen Dinge ganz einfach an. Ich hatte kalte Ohren. Also habe ich mir eine Mütze gemacht. Und dann gleich noch eine. Und noch eine – mit Bommel. Weil es so gut tat. Dieses ruhige Arbeiten am Abend, Masche für Masche, während Leo neben mir liegt oder auf meinem Schoss schläft. Das gleichmässige Tun, das weiche Gefühl der Wolle – das ist für mich so ein Moment des Runterkommens. Kein Plan, keine grosse Idee. Einfach Tun. Und jetzt liegen hier ein paar Mützen. Jede ein
meingedankenfreira
22. Feb.1 Min. Lesezeit


Zehn Jahre ohne dich
Heute sind es zehn Jahre, seit du gegangen bist. Wenn ich ehrlich bin, denke ich gar nicht oft an dich. Unsere Geschichte war schwierig – vieles war schmerzhaft, manches ist bis heute unaufgelöst. Und trotzdem trage ich dich auf eine stille Weise in mir. In den letzten zwei Jahren deines Lebens durfte ich dich sehr intensiv begleiten. Das war nicht einfach, aber es hat mir viel bedeutet. Ich konnte Dinge sehen, verstehen, und vielleicht zum ersten Mal loslassen – dich und auc
meingedankenfreira
22. Feb.1 Min. Lesezeit


Leo - Kratzbaum
🐾 Miau zusammen, hier ist euer Leo 🐾 Also, ich muss euch unbedingt was erzählen: Letzte Woche hat Mama mir einen neuen Kratzbaum hingestellt – und was soll ich sagen? Ich LIEBE ihn! Er ist riesig, gemütlich und steht perfekt am Fenster, genau mit Blick auf mein Vogelhäuschen. 🐦 Ich sag’s euch, das ist wie Katzenkino in HD! Da kann ich stundenlang sitzen, gucken, wispern und mit den Pfötchen zucken. Aber das Beste kommt noch: Es gibt da so eine Plexiglas-Kuppel. Am Anfang d
meingedankenfreira
22. Feb.3 Min. Lesezeit
Wenn Kommunikation nur in eine Richtung geht
Ich habe in den vergangenen Jahren – immer wieder dieselbe Erfahrung gemacht: Es gibt Menschen, die im sogenannten ersten Signal agieren. Menschen, deren Nervensystem ständig im Alarmzustand ist, selbst dann, wenn eigentlich keine Gefahr besteht. Und mit solchen Menschen eine klare, ehrliche, respektvolle Kommunikation zu führen, ist nahezu unmöglich. Solange alles oberflächlich bleibt, funktioniert es. Solange es um Fakten geht, um Alltägliches, um das, was keine emotionale
meingedankenfreira
22. Feb.2 Min. Lesezeit


Einen besinnlichen 1. Advent
Ich wünsche euch einen wunderschönen 1. Advent – und eine besinnliche, ruhige Adventswoche. Eine Zeit, in der ihr nicht dem hektischen Treiben, dem Kommerz und dem unvermeidlichen Stress verfallen müsst, der oft wie selbstverständlich mit dieser Jahreszeit einhergeht. Sondern eine Zeit, in der ihr euch wirklich auf das Wesentliche besinnt – auf die kleinen, stillen Momente, die uns Wärme schenken. Für mich persönlich ist die Adventszeit dieses Jahr ein sehr starkes, fast scho
meingedankenfreira
22. Feb.2 Min. Lesezeit
Weggefährten
Es war ein schöner Sommer – aber auch ein anstrengender. Einer, der mich körperlich und gesundheitlich gefordert hat, und der mich daher langsam, aber sicher auch psychisch an meine Grenzen brachte. Und doch trat an meinem (körperlich) schlimmsten Tag jemand in mein Leben, den ich heute sehr schätze. Anfangs habe ich die Begegnung mit viel Vorsicht genossen, habe abgewogen, beobachtet, versucht zu verstehen, wie diese Person tickt. Heute weiss ich, dass sie Offenheit, Respekt
meingedankenfreira
22. Feb.2 Min. Lesezeit
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